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Migranten benötigen Chancengleichheit
Braunschweig. „Menschen mit Migrationshintergrund müssen die gleichen Rechte und Chancen eingeräumt werden“, fordert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, Dirk Bitterberg, angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Migrant (26 Prozent) von Armut bedroht ist. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, liegt das Armutsrisiko von Migranten mehr als doppelt so hoch wie das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.
„Nur eine Gleichstellung bietet ihnen die Möglichkeit, der Armut zu entkommen“, sagt Bitterberg. „Zum Beispiel müssen Menschen mit Migrationshintergrund gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben dürfen.“ Deshalb werde neben der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse eine abgestimmte, effektive und berufsbezogene Förderung Einzelner benötigt. Als weitere wichtige Maßnahme fordert Bitterberg die Abschaffung der so genannten Optionspflicht für eingebürgerte Jugendliche mit doppelter Staatsbürgerschaft.
Dagegen lehnt er das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld als „absolut kontraproduktiv“ ab: „Alle Kinder müssen unabhängig vom Aufenthaltsstatus eine kostenlose frühkindliche und schulische Förderung erhalten.“
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