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09. November. 2011
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Berufstätige Eltern brauchen eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung
Braunschweig. „Der Ausbau geht viel zu langsam voran“, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, Dirk Bitterberg, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Das Ziel, ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr umzusetzen, wird kaum erreicht werden. „Vielen Frauen wird somit gar nichts anderes übrig bleiben, als das am Sonntag von der Koalition beschlossene Betreuungsgeld anzunehmen. Mit der versprochenen Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung hat das aber nichts zu tun. Frauen wird damit eine Berufstätigkeit unmöglich gemacht“, kritisiert Bitterberg.
„Berufstätige Eltern brauchen eine gut zu erreichende, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Kinderbetreuung“, erklärt Bitterberg. Das sei eine Grundvoraussetzung für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wäre es politischer Irrsinn, Frauen durch fehlende Betreuungsangebote die Möglichkeit zu verwehren, berufstätig zu sein.
Dabei seien die Gründe für den schleppenden Ausbau an Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen auf der einen und in Kindertagespflege auf der anderen Seite unterschiedlich. In Bezug auf die Kindertagespflege fordert Bitterberg: „Die Politik kann und muss die Attraktivität des Arbeitsfeldes vor allem durch bundesweit einheitliche und verbesserte Rahmenbedingungen steigern.“ |
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