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21. November. 2011
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Planlosigkeit beim Betreuungsgeld zeigt Sinnlosigkeit
Braunschweig. „Die Planlosigkeit in Sachen Betreuungsgeld zeigt deutlich, dass diese Leistung weder durchdacht noch sinnvoll ist“, kommentiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, Dirk Bitterberg, am Wochenende laut gewordene Forderungen des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofers. Demnach sollen zum Beispiel Bezieher von Hartz-IV kein Betreuungsgeld erhalten, was im direkten Widerspruch zu Forderungen vieler Parteikollegen Seehofers steht.
Nach wie vor wisse also niemand, welche Voraussetzungen Eltern erfüllen müssten, um die neue Leistung zu bekommen. Einigkeit herrsche nur in einer Sache: Das Kind dürfe auf keinen Fall eine Kita besuchen. „Was hier zum Ausdruck kommt, ist eine politische Anti-Kita Kampagne, in der es schon lange nicht mehr um das Wohl der Kinder geht“, erklärt Bitterberg.
„Die CSU ignoriert, dass über den positiven Nutzen frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung mittlerweile Konsens herrscht. Jeder Euro, der hier verausgabt wird, fehlt in der Finanzierung des Betreuungsausbaus.“ Mit der im Vorfeld hoch gepriesenen Wahlfreiheit in Sachen Kinderbetreuung werde das Betreuungsgeld nicht viel zu tun haben. „Dafür wird es leider überhaupt nicht genug Kita-Plätze geben. Die scheint die CSU aber auch nicht zu wollen“, kritisiert Bitterberg.
Der AWO-Bezirksverband Braunschweig ist Träger von 18 Kindertagesstätten in der Region zwischen Harz und Heide.
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