Marie-Juchacz-Platz feierlich eingeweiht

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (4. v. re.), AWO-Präsidiumsvorsitzende Gabriele Siebert-Paul und AWO-Vorstandsvorsitzender Rifat Fersahoglu-Weber (re.) enthüllten das neue Straßenschild.

Braunschweig. "Es ist für die AWO und im Speziellen für den Bezirksverband Braunschweig eine große Ehre, dass heute der AWO-Kampus einen eigenen Straßennamen erhält", sagte AWO-Präsidiumsvorsitzende Gabriele Siebert-Paul bei der Enthüllung des neuen offiziellen Straßenschildes mit der Aufschrift „Marie-Juchacz-Platz“. Am 140. Geburtstag der Gründerin der AWO erhielt das AWO-Gelände am Peterskamp in Querum eine neue Adresse. "Wir würdigen mit der Benennung des Platzes nach Marie Juchacz die Verdienste der Frau, die die AWO vor 100 Jahren gegründet hat." Mit der Straßenbenennung sei der AWO-Bezirksverband Braunschweig der erste AWO-Verband, der seine Geschäftsstelle an einer Straße hat, die nach der Gründerin der AWO benannt ist.

 

„Das ist für mich ein toller Anlass“, freute sich auch Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth. „Vor 100 Jahren hat eine tatkräftige und mutige Frau das Wort ergriffen und als erste Frau vor einem deutschen Parlament gesprochen.“ In den zerrissenen Zeiten der Weimarer Republik habe es zu wenig starke Frauen wie Marie Juchacz gegeben. Hilfe zur Selbsthilfe statt Almosen sei das Credo der Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin gewesen. „Das Besondere, Revolutionäre, war, dass Frauen sich jetzt selbst für ihre eigenen Anliegen einsetzen konnten. Wir können stolz darauf sein, dass wir diesen markanten Ort nach dieser großen Frau benennen können.“

 

AWO-Vorstandsvorsitzender Rifat Fersahoglu-Weber sagte: „Der Name „Marie-Juchacz-Platz“ wird nun alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Gelände jeden Tag daran erinnern, wofür wir stehen.“