"Eine Sucht kommt selten allein"

(V. l.:) Dr. Elke Sylvester, Prof. Dr. Ulrich Preuss, Dr. Christel Lüdecke, Martin Gabka, Gudrun Siebert (Salto) und Rifat Fersahoglu-Weber auf dem Fachtag in der Ostfalia.

Salzgitter. „Sucherkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Doch eine Sucht kommt selten allein“, sagte der Leiter der AWO-Salto-Suchthilfe, Martin Gabka, im Rahmen seiner Begrüßung der 80 Gäste, die zum Fachtag Sucht gekommen waren. In einen Seminarraum der Ostfalia Hochschule in Salzgitter-Calbecht konnten hochqualifizierte Referenten begrüßt werden.

Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, beschrieb das inzwischen 15-jährige Engagement der AWO bei der Salto und erläuterte die umfassende Entwicklung der Einrichtung. Heute besteht ein umfangreiches Angebot in den Abteilungen ambulant betreutes Wohnen, ambulante Suchttherapie, SaltoFLEX sowie Prävention und Substitution. Als Referenten sprachen die Chefärztin des Asklepios Fachklinikums Göttingen, Dr. Christel Lüdecke, zum Thema „Sucht und Traumafolgestörung“, der Klinikdirektor der Vitos Klinik Herborn, Prof. Dr. Ulrich Preuss, zum Thema „Depression und Suizidalität bei Suchterkrankungen“ und Dr. Elke Sylvester, Chefärztin der Fachklinik Nettetal, über das Thema „Psychose und Sucht“.

Neben der Abhängigkeit leiden Betroffene oft auch an weiteren psychischen Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen. Die Teilnehmer der Fachtagung, bestehend aus Mitarbeitern und Kooperationspartnern aus den unterschiedlichen Bereichen des regionalen Suchthilfesystems, setzten sich gezielt mit der Abhängigkeitserkrankung und einzelnen psychischen Begleiterkrankungen auseinander.