NDR dreht vor AWO-Heim über Corona-Schnelltests

AWO-Vorstandsvorsitzender Rifat Fersahoglu-Weber und Pflegedienstleiterin Anne Paetzold präsentieren das neue Hygienekonzept der AWO über Corona-Schnelltests.

Rifat Fersahoglu-Weber erläutert unter anderem den Ablauf der neuen Corona-Schnelltests und die damit verbundenen Herausforderungen.

Braunschweig. Der Vorstandsvorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, Rifat Fersahoglu-Weber, absolviert derzeit einen Medientermin nach dem anderen. Anlass ist die neue Verordnung über Corona-Schnelltests für Wohn- und Pflegeheime. Nachdem das ZDF mit ihm bereits zwei Interviews für das Abendprogramm gedreht hat, stellte jetzt der NDR vor dem AWO-Wohn- und Pflegeheim Heidberg seine Fragen für die Sendung Hallo Niedersachsen. Zum Beispiel danach, wie so ein Test in einem Altenheim eigentlich genau abläuft.

 

„Unsere Mitarbeitenden tragen komplette Schutzkleidung, Handschuhe, FFP2-Masken und Visiere“, erläuterte Fersahoglu-Weber. „Dann nehmen sie den Abstrich und warten 15 Minuten auf das Ergebnis.“ Nur medizinisches Fachpersonal dürfe diese Tests durchführen, betonte er. Bei 1.500 Plätzen, die die AWO in der Region Braunschweig habe, bedeute dies einen großen Aufwand: „7.000 Stunden zusätzlich, das entspricht 43 Vollzeitstellen.“ Die die AWO nicht mal eben zusätzlich vorhalten könne, schon allein aufgrund des akuten Fachkräftemangels.

 

Daher habe er jetzt mit der Sozialministerin Carola Reimann die Idee von mobilen Test-Teams – möglicherweise mit Unterstützung der Bundeswehr - erörtert: „Sie testen in den unterschiedlichen Heimen zweimal pro Woche Bewohner, Mitarbeitende und Angehörige. Danach können die Angehörigen sieben Tage lang die Bewohner besuchen.“ Er appellierte jedoch an die Angehörigen, nicht alle auf einmal spontan in die Einrichtungen zu kommen, um sich testen zu lassen. „Dafür müssen feste Termine vereinbart werden!“

 

Pflegedienstleiterin Anne Paetzold wurde vom NDR gebeten, etwas darüber zu berichten, wie es den Bewohnerinnen und Bewohnern des AWO-Wohn- und Pflegeheims Heidberg unter den aktuellen Corona-Bedingungen geht. „Durch die Maskenpflicht gestaltet sich die Kommunikation schwierig“, sagte sie. „Die Mimik fehlt. Und auch die körperliche Nähe. In einem sterilen Besucherraum herrscht zudem eine kühle Atmosphäre. Außerdem mussten wir die Gruppenangebote einschränken.“

 

Die neuen Schnelltests sollen nun dazu beitragen, einige der belastenden Einschränkungen zu reduzieren und dem Pflegepersonal die Sorge zu nehmen, das Virus in die Einrichtung zu tragen. Rifat Fersahoglu-Weber rechnet für Ende November mit dem Einsatz der ersten Tests und gibt sich zuversichtlich: „Gemeinsam mit den sieben Gesundheitsämtern der Region sind wir dabei, eine gute Teststrategie zu erarbeiten!“

 

Zum NDR-Beitrag ...