Informationen zum Corona-Virus

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen Meldungen des AWO-Bezirksverbands Braunschweig zum Thema Corona-Virus.

iPads für Videotelefonie in unseren Wohn- und Pflegeheimen eingetroffen

Heute ist in unserer Bezirksgeschäftsstelle eine Lieferung fabrikneuer Apple iPad-Tablets eingetroffen, die für unsere Wohn- und Pflegeheime bestellt wurde.

 

Die Kollegen aus der IT-Abteilung installieren jetzt auf allen Geräten Software für Videotelefonie und liefern die Geräte dann in unsere stationären Einrichtungen aus.

 

Neben den Wohn- und Pflegeheimen erhält auch das AWO-Haus am Elm, eine sozialpsychiatrische Einrichtung, für die Bewohnerinnen und Bewohner ein Gerät. 

 

So können diese in Zeiten des Besuchsverbots immerhin per Videochat mit ihren Liebsten in Verbindung bleiben.

Videobotschaft an die Kolleginnen und Kollegen

Braunschweig, 31.03.2020

 

Rifat Fersahoglu-Weber, Vorsitzender des Vorstandes des AWO-Bezirksverbands Braunschweig, hat sich in einer Videobotschaft an die Kolleginnen und Kollegen gewandt. Lesen Sie hier den Text seiner Botschaft.

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Arbeiterwohlfahrt,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

ich wende mich heute mit einer weiteren Videobotschaft an Sie, weil es mir sehr wichtig ist auf diesem Wege über die aktuelle Lage zu sprechen und meinen Dank zum Ausdruck zu bringen.

 

In Niedersachsen sind inzwischen über 3.500 Menschen aufgrund des Coronavirus erkrankt. Auch im Umfeld und in den Einrichtungen der AWO im Bezirksverband Braunschweig haben wir inzwischen leider die ersten bestätigten Fälle erkrankter Personen. Dies zeigt, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen umfassenden und vollständigen Schutz bieten kann.

Die umfassenden Hygienemaßnahmen, die wir in allen Arbeitsbereichen unserer Einrichtungen, die Betretungs- und Besuchsverbote und die umfassenden Schutzmaßnahmen, die wir getroffen haben, sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Mitarbeitende, müssen noch länger aufrechterhalten werden. Dies führt zu Entbehrungen und erhöhten Belastungen. Auch den Angehörigen wird in dieser Zeit viel abverlangt.

 

Ich bitte Sie aber zu beachten: das alles hat nur ein Ziel: Den Schutz der Gesundheit und in letzter Konsequenz geht es hier um das Retten von Menschenleben.

 

Ich bitte Sie inständig, helfen Sie weiterhin mit, das Virus in Schach zu halten und unsere Bewohnerinnen und Bewohner und sich selbst zu schützen. Wir alle leisten hierfür mehr als schon unter normalen Umständen. Für diese Solidarität danke ich Ihnen im Namen der gesamten Geschäftsleitung.

 

Unsere Solidarität in diesen Stunden gilt auch den Kolleginnen und Kollegen der Diakonie im Hanns-Lilje-Pflegeheim in Wolfsburg. Es verdient höchste Anerkennung, wie intensiv hier der Kampf gegen das Virus geführt wird und es ist traurig, ja es ist sogar schmerzhaft, wenn deutlich wird, dass dieser Kampf nicht immer gewonnen werden kann. Unsere Gedanken sind bei den Mitarbeitenden, bei den Bewohnern und Bewohnerinnen und den Angehörigen.

 

Auch wir kämpfen Tag für Tag und Stunde für Stunde dafür, dass sich das Virus nicht in unseren Häusern verbreitet. Unser Ziel ist es, uns ihm in den Weg zu stellen und diesen Kampf zu gewinnen. Klar ist aber auch, dass dies ohne den entschlossenen und unermüdlichen Einsatz der Kolleginnen und Kollegen in der Pflege nicht möglich wäre. Dafür danke ich Ihnen jetzt schon einmal. Vielen, vielen herzlichen Dank! Machen Sie weiter so. Bleiben Sie solidarisch. Danke!

 

 

 

Zum Video auf unserem YouTube-Kanal gelangen Sie über untenstehenden Link.

Bewohner des AWO-Wohn- und Pflegeheims in Wolfsburg post mortem positiv auf Corona getestet

Wolfsburg, 30.03.2020

 

Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Goethestraße in Wolfsburg ist post mortem ein Bewohner (86 Jahre) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

 

"Wir müssen leider feststellen, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen vollständigen Schutz bieten konnte und das Virus tragischerweise in der Wolfsburger Einrichtung nachgewiesen wurde. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des verstorbenen Bewohners", sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig.

 

"Der Bewohner des AWO-Wohn- und Pflegeheims zeigte zuvor keinerlei Symptome", führt Fersahoglu-Weber aus. Der AWO-Bezirksverband Braunschweig hat die schon immer umfassenden Hygienemaßnahmen in allen Arbeitsbereichen, die Betretungs- und Besuchsverbote und die Schutzmaßnahmen für Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für Mitarbeitende, aufrechterhalten und frühzeitig verschärft.

 

Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Goethestraße leben 140 Menschen in 94 Einzel- und 23 Doppelzimmern.

 

Heute wurden Tests bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wohnbereichs, in dem der verstorbene Bewohner lebte, und von den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genommen. Mit den Testergebnissen ist am Dienstag zu rechnen. Die Einrichtung unterrichtet heute ebenfalls die Angehörigen der Bewohner über die aktuellen Entwicklungen.

 

In enger Absprache mit dem Krisenstab der Stadt Wolfsburg und dem städtischen Gesundheitsamt wurde vereinbart, die gesamte Einrichtung unter Quarantäne zu stellen.

 

Die Gesundheits- und Sozialdezernentin des Stadt Wolfsburg, Monika Müller: "Die AWO hat sehr schnell reagiert, uns kontaktiert und umfassende Maßnahmen eingeleitet. Wo sich der verstorbene Bewohner infiziert hat, kann nach Auskunft des Heims derzeit nicht nachvollzogen werden, so dass es nun vorsorglich Maßnahmen trifft, um möglichst alle Bewohner und Mitarbeitenden zu schützen. Als Stadt unterstützen wir die AWO selbstverständlich bei allen erforderlichen Schritten, denn die Eindämmung des Coronavirus gelingt nur gemeinsam und mit größtmöglicher Transparenz."

 

"Wir tun alles dafür, unsere Bewohnerinnen und Bewohner und unsere Mitarbeitenden zu schützen", sagt Rifat Fersahoglu-Weber. "Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen in der Einrichtung, die über das normale Maß hinaus für die Bewohnerinnen und Bewohner da sind und unter erheblichen Druck und mit den erweiterten Schutzmaßnahmen ihre Arbeit professionell fortsetzen."

Zwei Bewohnerinnen des AWO-Wohn- und Pflegeheims Querum positiv auf Corona getestet

Braunschweig, 30.03.2020


Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Querum sind zwei Bewohnerinnen (beide 87 Jahre alt) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

 

"Wir müssen leider feststellen, dass selbst unser frühzeitiges und weitreichendes Handeln keine Garantie für einen vollständigen Schutz bieten konnte und das Virus tragischerweise in der Einrichtung nachgewiesen wurde", sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig.

 

"Die Bewohnerinnen des AWO-Wohn- und Pflegeheims zeigten zuvor entsprechende Symptome und wurden am vergangenen Freitag sowie am Wochenende getestet", führt Fersahoglu-Weber aus. Der AWO-Bezirksverband Braunschweig hat die schon immer umfassenden Hygienemaßnahmen in allen Arbeitsbereichen, die Betretungs- und Besuchsverbote und die Schutzmaßnahmen für Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für Mitarbeitende, aufrechterhalten und frühzeitig verschärft.

 

Im AWO-Wohn- und Pflegeheim Querum leben in drei getrennten Gebäudekomplexen 169 Bewohnerinnen und Bewohner. Die betroffenen Bewohnerinnen leben im größten Komplex mit 95 Einzel- und 5 Doppelzimmern.

 

In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig wurden gleich nach Bekanntwerden zusätzliche Schutzmaßnahmen für Bewohner und Mitarbeitende umgesetzt.

 

Die Sozialdezernentin der Stadt Braunschweig Dr. Christine Arbogast sagt: "Wir befinden uns im engen Austausch mit der Einrichtungsleitung und dem Träger. Die Bewohnerinnen wurden isoliert und es werden im Bedarfsfall weitere Tests angeordnet."

 

"Wir tun alles dafür, unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowie unsere Mitarbeitenden zu schützen", sagt Rifat Fersahoglu-Weber. "Ein besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen in der Einrichtung, die über das normale Maß hinaus für die Bewohnerinnen und Bewohner da sind und unter erheblichen Druck und mit den erweiterten Schutzmaßnahmen ihre Arbeit professionell fortsetzen."

Das AWO-Psychiatriezentrum bittet um Unterstützung

Königslutter, 24.03.2020

 

Die Corona-Pandemie stellt auch das psychiatrische Fachkrankenhaus AWO-Psychiatriezentrum Königslutter vor eine große Herausforderung.

 

"Wir haben bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeitenden bestmöglich zu schützen. Bisher gibt es bei uns noch keinen Verdachtsfall. Damit es dabei bleibt, werden die bisherigen Maßnahmen mit der Zeit und der weiteren Entwicklung der Situation immer wieder angepasst und wenn nötig erweitert", berichtet APZ-Geschäftsführer Thomas Zauritz.

 

"Unsere klinischen Mitarbeiter sind Profis und sind es gewohnt, mit Infektionen – wie der Grippe und ähnlichen Erkrankungen – umzugehen, auch jetzt aktuell zu diesem Zeitpunkt." Doch aufgrund der zusätzlichen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen stoßen auch die APZ-Mitarbeiter mittlerweile an ihre Grenzen.

 

Daher bittet das AWO-Psychiatriezentrum um Unterstützung und sucht für die täglichen Herausforderungen  medizinisches Personal in Ausbildung oder Studium, Pflegeerfahrene oder freiwillige Helfer ohne medizinische Vorkenntnisse. "Wir möchten mit dieser Maßnahme die Patientenversorgung sicherstellen und freuen uns über Ihre Unterstützung", betont Zauritz.

 

Interessierte können sich über die Telefonnummer 05353-901120 oder per Mail an corona(at)awo-apz.de an das AWO Psychiatriezentrum wenden und registrieren lassen.

 

 

Weitere Informationen über das APZ erhalten Sie auf www.awo-psychiatriezentrum.de

Geänderte Öffnungszeiten der Radstation am Braunschweiger Hbf

Braunschweig, 23.03.2020

 

Auch die AWO-Radstation am Braunschweiger Hauptbahnhof ist von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, das Angebot wird reduziert.

 

Ab Donnerstag, den 26.03.2020 wird in der Zeit von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet sein.

 

Diese Öffnungszeiten gelten vorerst bis zum 19.04.2020. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Verbände warnen: Ohne Hilfen kollabiert die soziale Infrastruktur!

Berlin, 21. März 2020. Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland fordern die Bundesregierung dringend auf, schnellstmöglich die akut gefährdeten sozialen Dienste zu sichern.

 

In einem Papier an das Bundeskanzleramt schildern sie die Situation und warnen vor einem Wegbrechen der sozialen Infrastruktur mit massiven Konsequenzen für unzählige Menschen, die darauf angewiesen sind.

 

Dazu erklärt Wolfgang Stadler, Vorsitzender des AWO Bundesvorstandes:

 

„Die Bundesregierung hat schnell und entschlossen gehandelt, um die Bevölkerung zu schützen und die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft zu begrenzen. Die Freie Wohlfahrtspflege wurde jedoch schlicht vergessen! Wir warnen eindringlich davor, die gemeinnützigen Träger sich selbst zu überlassen. Sie dürfen kaum Rücklagen bilden und  können sich damit in so einer Krise nicht selbst helfen. Es drohen Insolvenzen und Kündigungen.

 

Die Dienste der betroffenen Einrichtungen - von der Kita über das Pflegeheim bis zur Beratungsstelle für Not leidende Familien - müssen gesichert sein! Ohne sie wird die soziale Infrastruktur kollabieren. Sie leisten auch in der jetzigen Krise in Ergänzung zu den Gesundheitsdiensten einen wichtigen Beitrag, um die Daseinsvorsorge zu gewährleisten.  Wenn die Infrastruktur der Freien Wohlfahrtspflege wegbricht, wer ist dann da für Menschen in Not? In welcher Kita sollen Kinder betreut werden, wer kümmert sich um pflegebedürftige Senioren?

 

Es muss jetzt allen klar sein: Es geht hier nicht um das Überleben einiger Träger. Es geht um den sozialen Kitt, der unser Zusammenleben überhaupt ermöglicht. Diejenigen, um die es hier geht, leisten haupt- und ehrenamtlich in der Krise unschätzbare Dienste. Wir reden hier von fast zwei Millionen Menschen, die Tag für Tag soziale Dienste für uns alle leisten: Erzieher, Heimerzieher, Pflegekräfte und Sozialarbeiter – sie alle müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Arbeitsplatz nicht durch ausbleibende Finanzierungen gefährdet ist! Zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Dienste sind bereits jetzt im Einsatz, um besonders hilfebedürftigen Menschen in der Krise zu helfen.“

 

Der Rettungsschirm der Bundesregierung ist auf die Risiken der privaten Wirtschaft zugeschnitten. Die spezifischen Risiken gemeinnütziger Träger sozialer Infrastruktur müssen eigenständig geregelt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege plädiert für einen gleichwertigen Schutz für die Einrichtungen und sozialen Dienste als Teil des Sozialschutz-Pakets.

 

 

Sicherstellung der sozialen gemeinnützigen Einrichtungen und Dienste – Fragen und Antworten (PDF)

 

Wilhelm Schmidt wendet sich an Ehrenamtliche

Wilhelm Schmidt

Wilhelm Schmidt, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes.

Berlin. Der Vorsitzende des Präsidiums des AWO Bundesverbandes, Wilhelm Schmidt, und der Vorsitzende des Vorstands Wolfgang Stadler wenden sich in einem Schreiben an alle Ehrenamtlichen in der AWO:

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

in diesen besonderen Zeiten möchten wir uns direkt an Euch wenden - an diejenigen, die sich in ihrer Freizeit ohne Bezahlung für andere einsetzen und die Solidarität leben, für die die AWO steht.

 

Die Lage ist ernst. Die Zahl der nachweislich mit dem Sars-Cov2-Virus infizierten Personen steigt von Tag zu Tag und es ist mit einer immer größer werdenden Dunkelziffer zu rechnen. Die Covid-19-Erkrankung mag bei den allermeisten Menschen harmlos verlaufen, und dennoch ist es eine statistische Gewissheit, dass bei einer ungebremsten Ausbreitung viele Menschen schwer erkranken werden und deren Versorgung ggf. nicht mehr sichergestellt werden kann.

 

Daher wurden bereits viele notwendige Maßnahmen getroffen, die jedoch auch große Einschnitte für viele Menschen bedeuten - in der Betreuung von Kindern, in der eigenen Versorgung und im gesellschaftlichen Leben.

 

Wir appellieren an die vielen engagierten Ehrenamtlichen in der AWO, für die es schon immer dazu gehört, gerade in Notsituationen für andere da zu sein: Seid auch in dieser Krise solidarisch! Vergesst jedoch nicht, dass zur Solidarität in diesen Zeiten auch gehört, sich selbst und andere vor Ansteckung zu schützen.

 

Das soll nicht bedeuten, dass ihr Menschen, die in jetzt in der Krise in Not geraten, im Stich lasst. In dieser besonderen Situation können andere Formen der Hilfe notwendig und möglich sein. Das kann z.B. bedeuten, dass ihr Telefonketten initiiert, um herauszufinden, ob Menschen, die freiwillig oder angeordnet in Quarantäne sind, Unterstützung brauchen. Das kann gerade im städtischen Bereich ein Aufruf durch Euch sein, dass Nachbarschaften sich untereinander vernetzen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

 

In jedem Fall empfehlen wir - sofern es die aktuell gültigen Anordnungen der Bundesländer überhaupt noch zulassen - von Veranstaltungen und Treffen aller Art abzusehen, sofern diese nicht zwingend nötig sind!

 

Wir bitten um Verständnis, dass wir als Bundesverband keine detaillierten Auskünfte zu den aktuellen Maßnahmen und Anordnungen der Bundesländer geben können. Diese unterscheiden sich zum Teil erheblich und verändern sich quasi täglich. Wir bitten daher die Bezirks- und Landesverbände sowie die Kreisverbände, die Ehrenamtlichen vor Ort nach Kräften zu unterstützen.

 

Liebe Freundinnen und Freunde, bleibt solidarisch und bitte bleibt gesund!

 

Herzliche Grüße

 

Wilhelm Schmidt und Wolfgang Stadler

Vermittlung von Freiwilligen zur Unterstützung von Corona-Hilfsbedürftigen

 

Braunschweig/Wolfenbüttel/Remlingen


Die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. (korporatives Mitglied im AWO-Bezirksverband Braunschweig) bietet an, für Menschen, die Unterstützung brauchen, unbürokratisch Helferinnen und Helfer zu finden.

 

Sie hat eine Vermittlungsbörse gestartet, bei der sich hilfsbereite Freiwillige melden können. Gleichzeitig sollen sich auch Menschen melden, die Unterstützung brauchen. Dazu gehören Menschen, die derzeit nicht selbst das Haus verlassen können oder dürfen. Die Übernahme von Einkäufen und notwendigen Besorgungen für z.B. Menschen mit Beeinträchtigung oder ältere Menschen sind eine mögliche Hilfestellung. 

 

Das Angebot richtet sich an alle, die noch niemanden haben, der sie unterstützt. Die Hilfsaktionen werden ausschließlich ehrenamtlich ausgeführt. Die Freiwilligenagentur weist darauf hin, dass alle Risiken (z.B. Ansteckungsgefahr) bei den Ehrenamtlichen und Nutzer*innen des Angebots liegen. Es werden mit allen Beteiligten Sicherheitsmaßnahmen abgesprochen, die die Freiwilligenagentur vorher bei der Polizei erfragt hat.   

 

Wer Zeit hat sich zu engagieren und wer Hilfe sucht kann sich sofort melden, Details werden dann individuell abgesprochen. 

 

http://www.freiwillig-engagiert.de/infos-zum-corona-virus

 

Von 10 bis 16 Uhr (Montag bis Freitag) ist das Büro der Freiwilligenagentur besetzt.

 

Braunschweig: 0531/4811020 oder info.bs@freiwillig-engagiert.de
Wolfenbüttel: 05331/902626 oder info.wf@freiwillig-engagiert.de

Remlingen: 05336/9489500 oder j.elbeshausen@engagiert-elmasse.de

AWO ruft zu Solidarität und Selbstschutz auf

Berlin, 18.03.2020


Bund, Länder und Kommunen verstärken täglich ihre Maßnahmen, um die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu verlangsamen. Dennoch erkranken derzeit immer mehr Menschen. In dieser Situation erklärt Wolfgang Stadler, Bundesvorstandsvorsitzender der AWO:

 

"Die Corona-Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Es zeigt sich: nur eine solidarische Gesellschaft kann eine solche Krise meistern. Wir beobachten bisher einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Viele Menschen sind bemüht, zu helfen. Wir rufen dazu auf, vor allem diejenigen zu unterstützen, die in Quarantäne sind, und die Hilfen in der unmittelbaren Nachbarschaft zu stärken. Die Menschen sollten kleine Hilfe-Tandems bilden, statt vielen zu helfen, damit sie nicht im Ernstfall selbst unbeabsichtigt zur Verbreitung des Virus beitragen."

 

Der Verband bestärkte außerdem die Aufrufe, soziale Kontakte möglichst zu reduzieren: "Es geht nicht darum, ob man selbst Angst vor einer Infektion hat oder nicht, sondern dass man mit Verhalten, das zur Ausbreitung des Virus beiträgt, auch die Verantwortung trägt für hunderte bis tausende Menschen, die schwer erkranken werden und ggf. nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Infektionsschutz ist keine Frage von Angst, sondern von Solidarität!"

 

Stadler betonte, es brauche jetzt vor allem zweierlei: Solidarität und Besonnenheit, um diejenigen zu entlasten, die erkrankt oder in Berufen tätig seien, die nicht entbehrlich sind.

 

"In dieser schwierigen Zeit sind es Menschen in der Pflege, im Einzelhandel und der Kinderbetreuung, die unsere Gesellschaft zusammenhalten", so Stadler, "Sie bringen sich selbst in Gefahr, um uns allen einen Dienst zu erweisen. Dafür sagen wir Danke. Am Ende der Pandemie müssen wir uns daran erinnern, wer als "systemrelevant" gilt - und diese Berufe endlich angemessen honorieren."

 

 

Information für Kita-Eltern

Am Freitag, den 13.03.2020 hat die niedersächsische Landesregierung entschieden, dass ab Montag, den 16. März bis einschließlich 18. April 2020 der Betrieb in Schulen, Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege untersagt ist. Hierbei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme zur Eindämmung des Coronavirus.

 

Es ist jedoch vorgesehen, eine Notbetreuung in kleinen Gruppen für Kinder von Erziehungsberechtigten, die im sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind, vorzuhalten.

 

Hierzu gehören insbesondere folgende Berufsgruppen:

 

- Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich, im pflegerischen Bereich

- Beschäftigte im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr

- Beschäftigte im Vollzugsbereich, einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche

 

Konkret bedeutet dies: Wenn Sie zu einer der genannten Berufsgruppen gehören und die Betreuung für Ihr Kind in einer Notgruppe benötigen, bitten wir Sie, am Montag, den 16. März 2020 einen entsprechenden Tätigkeitsnachweis bei der Einrichtungsleitung vorzulegen (dieser kann auch unverzüglich nachgereicht werden).

 

In allen weiteren Fällen ist eine Betreuung durch die Betreuungseinrichtung im o.g. genannten Zeitraum leider nicht möglich.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen

Region Braunschweig. Um die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeeinrichtungen vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen wurde von den Behörden angeordnet ein generelles Besuchsverbot durchzusetzen.

Ausgenommen hiervon sind medizinisch notwendiges Personal wie beispielsweise Rettungsdienst, Physio- und Ergotherapeuten, Ärzte sowie externe Lieferdienste wie beispielsweise Apotheken, Post und Wäschedienste. Die Weisung gilt bis einschließlich 18. April 2020.

 

Weiterhin ausgenommen von diesem Besuchsverbot sind nahestehende Personen von palliativmedizinisch versorgten Bewohnerinnen und Bewohnern.

 

Wir danken für Ihr Verständnis.

 

Letzte Aktualisierung: 17.03.2020