„Wir spielen immer in der ersten Liga!“

Gäste aus Politik, Verwaltung und AWO feierten das 50-jährige Bestehen des AWO-Wohn- und Pflegeheims Heidberg. Von links: Cornelia Seiffert (stv. AWO-Präsidiumsvorsitzende), Klaus-Peter Bachmann (Vizepräsident Nds. Landtag), Annette Schütze (Vorsitzende Sozialausschuss), Dr. Helmut Blöcker (Bürgermeister), Anja Pongratz (Heimleiterin), Rifat Fersahoglu-Weber (AWO-Vorstandsvorsitzender), Thorsten Planck (Leiter AWO Senioren & Pflege), Gabriele Siebert-Paul (AWO-Präsidiumsvorsitzende), Christiane Jaschinski-Gaus (Bezirksbürgermeisterin) und Dr. Carola Reimann (MdB).

Braunschweig. Fünfzigjähriges Bestehen feierte jetzt das AWO-Wohn- und Pflegeheim Heidberg. Nach der Eröffnung 1967 bestand die Einrichtung aus einem Altenheim mit 140 Plätzen, einer Pflegestation mit 23 Plätzen, einem Appartementhaus mit 8 Einzelzimmern und 2 Zweizimmer-Wohnungen sowie einem Schwesternhaus. Damals war es das modernste und fortschrittlichste Heim der AWO in Braunschweig und Umgebung.

 

Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Wind und Wetter aus dem Altenheim mussten, um die Pflegestation zu erreichen, wurde 1978 ein Verbindungsgang gebaut. Danach wurde es baulich ruhiger um die Einrichtung, die Platzzahl wurde angepasst auf 94 Plätze.

 

Von 2010 bis 2012 wurde ein Neubau errichtet und der Altbau kernsaniert. Es entstanden im Wohn- und Pflegeheim 130 Plätze in 104 Einzel- und 13 Doppelzimmern, eine Tagespflegeeinrichtung mit 20 Plätzen und eine solitäre Kurzzeitpflege mit 15 Plätzen.

 

Heute arbeiten in der Einrichtung 102 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

„Das Jahr 1967 war für die Stadt Braunschweig etwas ganz Besonderes“, sagte AWO-Vorstandsvorsitzender Rifat Fersahoglu-Weber. „Unsere Eintracht wurde Meister und die AWO hat hier im Stadtteil Heidberg eine damals top-moderne Altenhilfeeinrichtung eröffnet.“ Im Gegensatz zur geliebten Eintracht stehe die Einrichtung im Heidberg nach dem Umbau wieder an der Spitze der Liga. „Wir spielen jedes Jahr um den Titel der besten Einrichtung mit.“

 

Dazu brauche die AWO engagierte Menschen, engagierte Fachkräfte, die ihren Job als wirkliche Berufung ausführten. Dieses treffe auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im AWO-Wohn- und Pflegeheim Heidberg zu. Damit sich Fachkräfte weiterhin so für die Menschen einsetzten, seien verbesserte Rahmenbedingungen in der Pflege notwendig. „Man lockt niemanden mit der Perspektive auf einen Mindestlohn in die Pflege. Wir brauchen ordentliche allgemeinverbindliche Flächen-Tarifverträge“, richtete Fersahoglu-Weber seinen Appell an die Politik.

 

Thorsten Planck, Leiter des AWO-Geschäftsfeldes Senioren & Pflege, hob die Nutzerfreundlichkeit der Einrichtung hervor. „Kurzzeitpflege und Tagespflege bieten pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, neue Kraft zu schöpfen. Die Öffnungszeiten der Tagespflege an jedem zweiten Samstag tragen ganz besonders dazu bei.“

 

Bürgermeister Dr. Helmut Blöcker überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und des Rates der Stadt Braunschweig und bezeichnete es als „Clou“, dass Angehörige in der AWO-Einrichtung – im Gegensatz zu allen anderen stationären Altenhilfeeinrichtungen der Stadt – Kurzzeitpflege bereits Monate im Voraus buchen und so Planungssicherheit erhalten könnten.

 

Heimleiterin Anja Pongratz berichtete, dass das Haus eine Festwoche im Stil der 60-er und 70-er Jahre ausgerichtet habe mit Hitparade, Kostümen und Speisen aus jener Zeit. Sie zollte ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung: „Ich danke nicht nur den Pflegekräften, die in drei Schichten an sieben Tagen in der Woche arbeiten, sondern auch den Verwaltungs- und Reinigungskräften und dem Hausmeister.“

 

Zum Abschluss der Feier trugen The Beatles Connection und der Bewohnerchor gemeinsam das Lied „All you need is love“ vor.