Neues AWO-Flaggschiff eröffnet

Eröffnen das umgebaute AWO-Wohn- und Pflegeheim Im Kamp (von links): Gabriele Siebert-Paul (AWO-Präsidiumsvorsitzende), Rifat Fersahglu-Weber (AWO-Vorstandsvorsitzender), Thorsten Planck (Geschäftsfeldleiter Senioren & Pflege) und Christiana Steinbrügge (Landrätin). Rechts im Hintergrund Einrichtungsleiterin Ellen Arndt.

Rifat Fersahoglu-Weber und Ellen Arndt präsentieren die neu gebaute Einrichtung.

Wolfenbüttel. Nach vier Jahren Um- und Neubauzeit wurde das AWO-Wohn- und Pflegeheim Im Kamp jetzt in einem coronabedingt kleinen Rahmen neu eröffnet.

 

 „Bereits 1971 konnte das Haus Zimmer mit Modellcharakter vorweisen“, blickt AWO-Vorstandsvorsitzender Rifat Fersahoglu-Weber auf die Anfänge der Einrichtung zurück. Auch die pflegerische Versorgung genieße einen sehr guten Ruf in Wolfenbüttel. „Das Haus war schon immer eine Top-Einrichtung.“ Dennoch musste es in den vergangenen Jahren auf den neuesten Stand gebracht werden. 17 Millionen Euro hat der AWO-Bezirksverband Braunschweig in dieses Projekt investiert.

 

„Wir haben die Einrichtung für die nächsten Jahrzehnte gebaut“, spielt Fersahoglu-Weber insbesondere auf die digitale Welt an. „Die digitale Ausstattung erlaubt, dass vieles verwirklicht werden kann.“ Gerade in Corona-Zeiten habe sich dies bereits bewährt: „Wir haben Bedingungen geschaffen, die es unseren Bewohnerinnen und Bewohnen ermöglichen, mit ihren Angehörigen zu skypen.“ Auch liefen die digitalen Dokumentationssysteme stabil, was allen Beteiligten Sicherheit gebe. „Wir haben in den letzten Jahren 100 Millionen Euro investiert, um unsere 11 Wohn- und Pflegeheime auf den neuesten Stand zu bringen“, fasst Fersahoglu-Weber vergangene Bautätigkeiten des Verbandes zusammen. „Das Haus in Wolfenbüttel ist nun unser Flaggschiff.“

 

Thorsten Planck, Leiter des AWO-Geschäftsfeldes Senioren & Pflege, zählt die baulichen Neuerungen auf: „Im Neubau leben 167 Menschen in 161 Einzel- und drei Doppelzimmern. Vorher gab es 82 Einzel- und 31 Doppelzimmer. Etwas Besonderes sind drei Partnerzimmer – je zwei nebeneinanderliegende Einzelzimmer, die mit einer Tür verbunden sind. Zwei große Dachterrassen und zwei lichtdurchflutete Atrien sorgen für zusätzliche Lebensqualität.“ Der Demenzbereich werde stark nachgefragt.

 

Den Umbau bei laufendem Betrieb hätten Bewohner und Mitarbeiter ganz ausgezeichnet gemeistert. Plancks besonderer Dank richtet sich an Einrichtungsleiterin Ellen Arndt, die „mit Highlights im Alltag immer wieder neue Akzente gesetzt hat“, um allen die schwierige Bauphase zu erleichtern.

 

Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge bezeichnet die neue Einrichtung als einen Gewinn für die Umgebung. „Der Neubau kann sich wirklich sehen lassen!“ Für die Bewohnerinnen und Bewohner biete das Haus eine gute Aufenthalts- und Lebensqualität, unter anderem auch durch bodentiefe Fenster in den Zimmern. Auch als Arbeitgeber sei die AWO attraktiv: „Sie bietet angepasste Dienstzeiten, Fort- und Weiterbildung und digitale Pflegedokumentation, zahlt nach Tarif und setzt sich darüber hinaus für einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag in der Pflege ein.“

 

Einrichtungsleiterin Ellen Arndt dankt ihrem gesamten Team für den Einsatz der vergangenen Jahre. Die Belohnung seien Aussagen wie die einer Bewohnerin: „Ich habe Fünf-Sterne-Hotels in der ganzen Welt gesehen, aber bei Ihnen ist es am schönsten!“ Im nächsten Jahr werde die Einrichtung 50 Jahre alt, dann wolle man – sofern Corona es zulasse – richtig feiern. „Denn das können wir gut, dafür sind wir bekannt!“

 

Für einen würdigen musikalischen Rahmen der Eröffnungsveranstaltung sorgten Roxana und Bogdan Dragus an Cello und Violine.