Aktuelle Projekte im AWO-Innovationslabor

Die Flexbetreuung – (ver-)BINDUNGen bauen zwischen Kind, Eltern und Erzieher/-innen

von Sabrina Podyma und Nina Schultz, Mitarbeiterinnen in der stationären Jugendhilfe

 

Mit diesem Projekt soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhöht werden. Durch die Flexibilisierung von Betreuungszeiten und Familienzeit in der Einrichtung werden Familien mit besonderen Bedürfnissen gestärkt und neue Wege in der Kinderbetreuung gegangen. Als betriebsinterne Betreuungsmöglichkeit für die Kinder von AWO-Mitarbeiter/-innen wird die Attraktivität der AWO als Arbeitgeber gestärkt.

 

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Projektzusammenfassung als PDF

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Schulpraktikumswochen mit Konzept – „Werde auch du ein Pflegeheld!"

von Julia Sertl und Yasmin Krüger aus dem Wohn- und Pflegeheim Königslutter

Schülerpraktikantinnen und -praktikanten sollen einen tieferen Einblick in den Beruf der Pflege bekommen, indem sie aktiv am Pflegealltag beteiligt werden. Die Praktikumswochen in Wohn- und Pflegeheimen sollen dabei effizienter genutzt und Mentorinnen und Mentoren, Schülerpraktikantinnen und -praktikanten sowie Azubis besser miteinander vernetzt werden.

Dazu wurde eine Pflege-Lerntasche entwickelt, mit der praktische Lerninhalte vermittelt werden. Die Anleitung von Schülerpraktikantinnen und -praktikanten kann mit den Anleiterzeiten der Azubis gekoppelt werden, so dass Azubis ihr bereits vorhandenes Wissen an die Schülerpraktikantinnen und -praktikanten weitergeben können.

Schüler/-innen sollen durch die positiven Lernerfahrungen im Praktikum überzeugt werden, eine Ausbildung zur Pflegefachkraft bei der AWO zu absolvieren.

 

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Projektsteckbrief als PDF

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Projekte unserer Partnerin Diakonie in Niedersachsen

Familie üben: Aktivierendes Familientraining im stationären Kontext
von Lina Philipps und Dieter Helbig, Elisabethstift, Jugendhilfe der Diakonie aus Salzgitter

Familien sollen die Chance bekommen Herausforderungen im Alltag gemeinsam zu meisten, statt Kinder aus "Problemfamilie" herauszunehmen. Familien sollen durch Beratung gestärkt werden und in die Lage versetzt werden ihren Alltag wieder selbst in die Hand zu nehmen. Denn das Herausnehmen von Kindern aus den Familien kann zwar kurzfristig den Familienalltag entlasten, für die Kinder bedeutet der Ortswechsel oft jedoch zusätzlichen Stress. Da der Umgang miteinander nicht weiter erlernt wurde, ist auch die Rückführung der Kinder in die Familien schwierig.

 

Die Idee soll Familien ermöglichen, zusammen zu bleiben und in dafür vorgesehenen Räumlichkeiten ihren Alltag gemeinsam zu erleben. Ausgebildetes Personal begleitet und berät die Familie vor Ort. So erfahren die Eltern Selbstwirksamkeit, können Lösungen für Probleme vor Ort direkt mit der unterstützenden Person erarbeiten und durch die Anleitungen und das Feedback kann die Elternkompetenz gestärkt werden.

 

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Dorfschwester 2.0

von Stephanie Dix-Lang und Claudia Möller, Agaplesion

Die Idee von Dorfschwester 2.0 ist die Einrichtung einer telemedizinischen Versorgung in der Region Holzminden. Damit soll die Gesundheitsversorgung von vor allem älteren Personen im ländlichen Raum gesichert werden. Die Dorfschwester 2.0 könnte eine Erstversorgung und andere medizinisch-pflegerische Grundleistungen übernehmen und bei Bedarf die/den Hausärztin/-arzt per Videosprechstunde hinzuziehen. Geplant ist dazu eine eigene Räumlichkeit, in welcher der Kontakt zwischen der Dorfschwester und den Patientinnen und Patienten stattfinden kann. Als erster Schritt soll das Projekt im Januar 2021 mit einem "Medizimmer" in Räumlichkeiten eines ambulanten Pflegedienstes oder einer Altenpflegeeinrichtung starten.

 

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Weitere Projektideen

Telemedizin

von Tobias Steinmann und Lennart Helm, Einrichtungsleiter von AWO-Wohn- und Pflegeheimen in Königslutter und Braunschweig

Die Idee ist nicht komplett neu: Virtuelle Arztbesuche sollen auf digitalem Wege in Wohn- und Pflegeheimen ermöglicht werden. Dafür bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur vor Ort in der Einrichtung und bei den (Haus-)Ärztinnen und -ärzte in Form von Hard- und Software. Und dafür bedarf es dem Willen zur Umsetzung in den Einrichtungen und bei den Ärztinnen und Ärzten. Letzteres bildet gleichzeitig die größte Herausforderung für das Projekt.

 

Das Team war bis zum letzten Workshop dabei und hat sich dort entschieden das Projekt zu beenden. Denn inzwischen hat sich durch ein Projekt der AOK Niedersachsen und des niedersächsischen Sozialministeriums, dem Projekt Videosprechstunde, die Lage deutlich verändert. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurde durch ein gefördertes Programm im Prinzip das bereits umgesetzt, was das Team geplant hatte. Die technischen Voraussetzungen für virtuelle Arztvisiten sind nun in allen unseren Wohn- und Pflegeeinrichtungen vorhanden. Eine große Hürde bleibt die Bereitschaft der Ärztinnen und Ärzte, virtuelle Visiten durchzuführen.

Kooperatives Wohnprojekt

von Michael Jester aus der Jugend- und Erziehungshilfe der AWO

Die Idee war eine Wohngemeinschaft zu gründen, in der verschiedene Menschen – Familien, Seniorinnen und Senioren, Jugendliche – zusammenleben. Die Menschen und Familie leben in unterschiedlichen, kleineren Wohneinheiten in einem größeren Gebäudekomplex. Es gibt gemeinschaftliche Flächen wie Küchen, Garten, Aufenthalts- und Hobbyräume. Die Bewohner/-innen unterstützen sich gegenseitig und – und das war die besondere Herausforderung – die Gemeinschaft trägt einige Plätze der Jugend- und Seniorenhilfe. Pädagogische Fachkräfte unterstützen die Gemeinschaft, sind Ansprechpartner/-innen und schlagen mit Quartiersarbeit eine Brücke in die Nachbarschaft. Ziel war es Isolierung wirksam zu begegnen, durch das Gemeinschaftsgefühl die Selbstwirksamkeit und das Selbstbewusstsein des Einzelnen zu stärken.

 

Die Idee hing unter anderem an einer Immobilie für das Wohnprojekt. Im Ideenentwicklungsprozess stellte sich bald heraus, dass es schwierig werden würde diese zu finden und zu finanzieren. Eine Umsetzung wäre mit Einbußen in der Raumgestaltung, vor allem bei Gemeinschaftsräumen, einhergegangen. Dass das Wohnprojekt heruntergebrochen werden müsste, bestätigte sich auch im Feedback in der Zwischenevaluation im Februar 2020. Michael sah damit keine Umsetzungschancen mehr für seine Ursprungsidee und entschied sich den Ideenentwicklungsprozess im Innovationslabor nicht mehr weiter zu verfolgen.